Ratgeber über Galopprennen und Rennarten – ein Überblick

Allgemeines über Pferderennen

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Wer den Begriff Pferderennen hört, denkt zumindest in Europa automatisch an den Galoppsport. Die Rennart ist hierzulande am beliebtesten und sehr weit verbreitet. Die höchstdotierten Pferderennen werden im Galoppsport ausgetragen. Ähnlich bekannt sind noch die Trabrennen, bei welchen das Tier einen Wagen mit seinem Jockey ziehen muss.

Als Galopp wird die schnellste Bewegungsform der Pferde bezeichnet. Daher sind die Rennen auch die schnellsten Pferdewettkämpfe überhaupt. Der Jockey sitzt auf dem Tier. Ziel ist es, im Kampf Tier gegen Tier die Ziellinie als Erster zu überqueren. Behinderungen der Gegner sind ausdrücklich verboten. Prinzipiell sind die Reiter an Gewichtsklassen gebunden. Ein vorgeschriebenes Mindestgewicht, welches die Pferde zu tragen haben, darf nicht unterschritten werden. Die einzelnen Galopprennen werden für unterschiedliche Rassen ausgeschrieben. Die meisten Wettkämpfe sind für Englische Vollblüter offen, aber auch Rennserien für Arabische Vollblüter und Halbblüter sind relativ weit verbreitet. Seltener finden Galoppläufe für Ponys statt.

Mögen Laien glauben, damit sei der Galoppsport schon umfangreich beschreiben, irrt sich gewaltig. Die einzelnen Rennarten und Differenzierungen im Pferderennsport sind sehr abwechslungsreich. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Rennarten vorstellen.

Flachrennen

Wie der Name schon erahnen lässt, führt der Lauf über eine ebene Distanz, wobei jedoch kleinere Steigungen nicht ausgeschlossen sind. Hindernisse hingegen sind nicht erlaubt. Die Flachrennen, welche auf den klassischen Rennbahnen stattfinden, werden normalerweise auf Gras- oder Sandboden ausgetragen. Die Renndistanz variiert je nach Leistungsklasse und Alter der Pferde. Auf deutschen Rennbahnen sind Läufe zwischen 1.000 und 3.400 Metern Standard. Die Kurzstrecken werden als Fliegerrennen bezeichnet, die lange Distanz als Steherrennen. International bewegen sich die Renndistanzen zwischen 800 und 4.200 Metern.

 

Pferderennen

Aufgewichtsrennen

Ziel der Aufgewichtsrennen ist es, in einer Rennserie oder einem Lauf eine etwaige Chancengleichzeit zwischen den Pferden herzustellen. Dabei erfolgt die Einordnung der Tiere anhand der Leistungsstärke, des Geschlechtes, des Alters und der zurückliegenden Ergebnisse. Die Favoriten erhalten jeweils ein gesondertes Aufgewicht, welches beim Rennen zu tragen ist. Besonders bei saisonalen Rennserien wird so ein Ausgleich zwischen den Starter geschaffen. In der Praxis ist es daher fast unmöglich, dass ein Pferd alle Läufe einer Serie dominieren kann.

Ausgleichsrennen

Das System der Ausgleichsrennen ähnelt der Aufgewichtsform. Auch hier werden die Pferde anhand der Leistungsklasse unterschieden. Die Einteilung erfolgt jedoch nicht für jedes Tier individuell, sondern anhand fester genormter Klassen, welche wir Ihnen an dieser Stelle näher bringen möchten. Die Gewichte werden anhand des sogenannten Generalausgleiches verteilt. Für Flachrennen gelten folgende Klassen:

  • Ausgleich I: Die sehr guten Pferde müssen 28 Kilo extra tragen.
  • Ausgleich II: Die Gruppe umfasst die Tiere, welche als Gut eingestuft werden. Das Extragewicht beträgt 18 Kilogramm.
  • Ausgleich III: Die Leistungsfähigkeit des Pferdes wird nur als durchschnittlich eingeschätzt. Die Tiere müssen 18 Kilo zusätzlich tragen.
  • Ausgleich IV: Die Pferde gehören zu den absoluten Außenseitern und müssen keine gesonderte Last auf sich nehmen.

Die Hindernisrennen werden folgendermaßen unterteilt:

  • Ausgleich G: Die Pferde sind als Gut eingestuft.
  • Ausgleich M: Die Tiere haben ein mittelmäßiges Leistungsvermögen.
  • Ausgleich U: Die Starter werden in die unterste Kategorie eingestuft.

Zuchtrennen

In die Reihe der Zuchtrennen fallen Klassische, Gruppen- und Listenrennen. Laut Paragraf 255 der deutschen Rennordnung dürfen an einem Lauf nur gleichaltrige Tiere teilnehmen, welche alle ein identisches Gewicht zu tragen haben.

Klassische Rennen

Bei den Klassischen Rennen dürfen jeweils nur dreijährige Pferde starten, wobei die Galopprennen zu den bekanntesten überhaupt zählen. Es erfolgt dabei eine Unterteilung in mehrere Gruppen. Die Königsdisziplin der Dreijährigen ist das Derby, welches fast in jedem Land der Erde ausgetragen wird. Die Distanz beträgt anderthalb englische Meilen, also 2.414 Meter. Das Deutsche Derby findet immer am ersten Juliwochenende in Hamburg-Horn statt.

Das 1.000 Guineas ist lediglich für Stuten offen. Beim 2.000 Guineas dürfen Hengste und Stuten gemeinsam starten. Die Renndistanz beträgt eine englische Meile, also 1.609 Meter.

Das Stutenderby „der Preis der Diana“ ist in England als „The Oaks“ bekannt. Ein absoluter Klassiker ist das St. Leger Rennen, welches über eine Steherdistanz von 2.800 Meter stattfindet. In Deutschland dürfen am St. Leger auch Tiere teilnehmen, welche bereits älter als drei Jahre sind.

Gruppenrennen

Praktisch kann jeder klassischer Lauf als Gruppenrennen eingestuft werden. Die Gruppen I bis III sagen lediglich etwas über die Wichtigkeit und die Leistungsstärke des Pferderennens aus. Dabei erfolgt die Einteilung anhand der Tradition des Rennens, der Preisgelddotierung und des Teilnehmerfeldes.

Listenrennen

Dabei handelt es sich quasi um die „Amateuroberliga“ im Pferdesport. Die Leistungsstärke der Tiere reicht nicht, um an einem Gruppenlauf teilzunehmen. Über gute Platzierungen bei den Listenrennen können sich Pferde für höhere Aufgabe qualifizieren.

Verkaufsrennen

Die Starterlaubnis wird nur für Pferde erteilt, welche von Züchtern zum Verkauf ausgeschrieben sind. Abhängig vom Alter, dem Geschlecht und der Leistungsstärke müssen die Tiere zusätzliche Gewichte tragen. Nach dem Rennen können interessierte Kunden ihr Gebot für die einzelnen Pferde in eine Box einwerfen. Der Bieter mit der höchsten Summe wird neuer Eigentümer des Tieres.

Stutenrennen

Wie der Name bereits sagt sind für die Läufe lediglich Stuten zugelassen. Das bekannteste Rennen dieser Klasse ist sicherlich der bereits angesprochene „Preis der Diana“.

Schimmelrennen

Das spezielle Galopprennen für die „weißen Pferde“ ist wenig verbreitet. In Deutschland treffen sich die Schimmel einmal jährlich auf der Rennbahn in Krefeld. Schimmel dürfen unabhängig von ihrem Alter an den Läufen teilnehmen. In Großbritannien ist sind die Wettkämpfe für Schimmel relativ weit verbreitet.

Halblutrennen

Die Halbblüter zählen nicht zu den stärksten Rennpferden im Galoppsport und starten daher in einer eigenen Kategorie. Pferde, die aus einer Halbblutzucht kommen, zeichnen sich insbesondere durch ihre Härte und Zähigkeit aus. In Sachen Tempo können die Tiere jedoch nicht mit den Vollblütern mithalten. Erfolgreich sind die Pferde zu weilen beim Hindernisrennen.

Heatrennen

Bei den Heatrennen handelt es sich um die ursprünglichste Form des Galoppsports. Heute sind die Heats jedoch komplett von der Bildfläche verschwunden. Bei den Heatrennen sind die Pferde mehrmals am Tag gegeneinander angetreten. Erst wenn ein Tier die Konkurrenz zweimal geschlagen hat, stand es als Sieger fest. Die Läufe fanden im stündlichen Rhythmus über eine Distanz von 2.400 Metern statt. Dabei muss aber angemerkt werden, dass die Rennen nicht komplett in vollem Tempo gelaufen wurden, sondern die Taktik im Vordergrund stand. Erst auf den letzten Metern im Sprint wurde richtig Speed gegeben.

Hindernisrennen

Die Hindernisrennen werden zwar auch zum Galoppsport gezählt, sind aber eigentlich eine getrennte Sportart. Wichtig ist bei den Läufen nicht unbedingt das Grundtempo des Pferdes, sondern dessen Ausdauer. Daher setzen viele Züchter bei Hindernisläufen ihre Tiere ein, welche sich auf der klassischen Galopprennbahn als zu langsam erwiesen haben.

Jagdrennen

Diese Rennform ist die umstrittenste überhaupt. Bei den Jagdrennen, welche über eine Distanz von drei bis sieben Kilometern ausgeschrieben werden, müssen die Tiere feste Hindernisse wie Hecken, Bäume oder Wassergräben überqueren. Meist führt der Kurs quer durchs Gelände und ist mit vielen Richtungsänderungen gespickt. Die Jagdrennen bringen ein großes Verletzungsrisiko für Pferd und Reiter mit sich. Weit verbreitetet sind die Läufe in Italien und der Schweiz. Die zwei bekanntesten Jagdrennen sind jedoch der „Grand National“ in Aintree bei Liverpool und der „Große Preis von Pardubice“ in Tschechien.

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